Über Religion zur Relegation?

Samstag, 5. Mai 2012 und die Uhr tickt unaufhörlich in Richtung Anpfiff um 15.30 Uhr, im Berliner Olympiastadion: Hertha BSC gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Die Ausgangslage ist eindeutig: Heute hilft nur das Metaphysische, um das Unmögliche möglich zu machen, nämlich einen Sieg gegen die Hoffenheimer erringen und gleichzeitig darauf hoffen, das Bayern München beim 1. FC Köln nicht verliert. Nur das wahrt überhaupt eine Minimalchance, das Thema „1. Bundesliga“ über zwei zusätzliche Relegationsspiele mindestens noch zehn weitere Tage lang im Blick halten zu können. Aus Berliner Sicht kann man hierbei wieder mal nur hoffen. Hoffen, dass der sogenannte Fußballgott über dem Olympiastadion inzwischen wieder bessere Laune hat und hilft, dem bisher seelenlosen Treiben sogenannter Herthaspieler ein Ende zu setzen. Und ja, hoffentlich dazu beiträgt, den vielen willigen Hertha-Fans endlich das zu geben, wonach ihnen schon so lange gelüstet: Eine willensstarke, kämpferische und bewegungsfreudige Berliner Mannschaft! Wir von Schuss. Tor. Hinein! wünschen gutes Gelingen und drücken alle verfügbaren Daumen. Und machen uns jetzt auf den Weg, zu einem denkwürdigem Spiel an einem vermutlich mal wieder denkwürdigen Tag.

HA-HO-HE, Hertha BSC!

UPDATE, 21:52 UHR: Danke, Fußballgott – für weitere Hoffnung!

Die neue Macht von der Spree

Siegestrunken und vor Freude taumelnd feiert der Herthafan die am vergangenen Wochenende zu Ende gegangene Negativserie von zwölf sieglosen Spielen und zuletzt sieben verlorenen Pflichtspielen in Folge. Das 1:0 gegen Werder Bremen, ein wahrer Balsam auf die wiederholt arg geschundene Herthaseele. Die Parallelen zur (gefühlt) erst kürzlich erlebten Abstiegssaison 2009/10 zu offensichtlich. Über das „wie“ dieses Sieges muss man nicht ernsthaft diskutieren, Hauptsache, erst mal den freien Fall stoppen. Und man muss schon feststellen: Es war vielleicht auch nicht der aller falscheste Zeitpunkt für einen Sieg. Aber, wir bei Schuss. Tor. Hinein! wären nicht wir, wenn wir jetzt einfach nur im allgemeinen Jubel mit schwimmen würden und zur Tagesordnung übergingen. Nein, wir sind wieder einer unglaublichen Story in Berlin auf der Spur – und erwarten 2012 bereits den nächsten großen Coup von Hertha BSC!

Der Berliner Weg: Rehagel raus!!!

Ja, dieser Text fackelt nicht lange rum und kommt gleich zur Sache. Aber gemach. Zunächst einmal, jetzt sind wir von Schuss. Tor Hinein! aber selbst ein wenig erschrocken über uns. Am 12. Dezember 2011 war es, als die Schlagseite der blau-weißen Fußball-Concordia begann, sichtbare Ausmaße vor der Insel Westend anzunehmen und wir schon damals in unserem Artikel „Advent, Advent – ein Lichtlein brennt…“ exklusiv darauf hinwiesen: Hertha BSC könnte womöglich in Kontakt kommen, mit ihm, dem Godfather of Trainerstuhlinhaber, König Otto I., Otto Rehagel. Wir sind umso mehr erschrocken, dass unser Weitblick anscheinend sogar soweit ging, dass wir dabei einfach mal gleich eine Traineretappe der laufenden Saison übersprungen haben. Das ist einfach übernatürlich und: Wir bitten höflichst um Entschuldigung, Herr Skibbe!

Danke, Herr Babbel

Bevor man das vergisst oder es möglicherweise zu spät ist, gilt es „Danke“ zu sagen. Danke, Markus Babbel.

Nicht für den Aufstieg. Den hätte auch meine Nachbarin, die vom Fußball so viel Ahnung hat wie Markus Babbel vom Klöppeln, hingekriegt. Na ja, wer weiß. Also – danke auch für den Aufstieg.Schon gar nicht „Danke“ für den bisherigen Saisonverlauf. Mal ganz ehrlich – das ist doch langweilig, oder?! Da wird im Mittelfeld der Liga rumgedümpelt. Bei aller Demut. Langweilig.

Advent, Advent – ein Lichtlein brennt…

Erst eins, dann zwei, dann drei und dann die ganze Hertha-Viererkette? Nein, soweit wollen wir an dieser Stelle noch nicht gehen, zumal es auch überhaupt nicht den Tatsachen entspricht. Aber, dass die Lichtlein brennen, um Hertha BSC herum, das mag wohl derzeit kaum einer bestreiten. Was ist das für eine abenteuerliche Situation in diesem Verein. Eben noch Aufstiegseuphorie und Begeisterungswelle pur, jetzt inzwischen nur noch Trainervertrags-verlängerungshysterie und sportliche Stagnation nach gutem Bundesligastart. Die Berliner Medienlandschaft haut eine Spekulation nach der anderen raus wie es mit dem Herthatrainer weitergehen wird, die ganze gute Stimmung ist wie weg geblasen und wir bei Schuss. Tor. Hinein! fühlen uns dabei ziemlich außen vor. Aber, das wird nicht so bleiben. In diesem Artikel werden wir mit neuen, exklusiven und geradezu sensationellen Informationen aufwarten. Versprochen!