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Besuch

Es klopft an der Haustür. Ich öffne sie. Siehe da – das Abstiegsgespenst.
„Donnerwetter“, sage ich zu ihm und bitte es herein, „Du bist aber früh unterwegs in dieser Saison. Kaffee?“
„Ein bisschen Gebäck wäre auch nett.“, antwortet es.
Bei Kaffee und selbstgebackenen Keksen setzen wir unsere Unterhaltung fort.
„Du siehst blass aus“, sage ich zum Abstiegsgespenst.
„Das Berliner Nachtleben nimmt mich mit.“, beschwert sich das Abstiegsgespenst.
„Das ging dem Ebert auch mal so. Wieso überhaupt Berlin?“, frage ich.
„Was für eine dumme Frage.“, antwortet es ruppig.
„Hast Du eigentlich einen Namen?“, frage ich.
„Du darfst mich Paul nennen. Aber tratsche das nicht rum!“
„Wie der Krake?“
„Wie der tote Krake.“, bestätigt Paul.
„Also – wieso Berlin?“, bohre ich nach.