Tag Archives: Hertha BSC

Say Hello! Wave Goodbye?

Wer in den 80er Jahren bereits aufrecht gehen konnte, wird sich an das englische Synthie-Pop-Duo Soft Cell erinnern, das mit der Cover-Version des Northern Soul-Klassikers „Tainted Love“ seinen ersten und größten Hit hatte. Wer durch die Gnade der späten Geburt den 80ern entronnen ist, kann sich bis heute nicht wehren, das dieser Song täglich von jedem Radiosender, der „den besten Mix der tollsten Hits aus den 70ern, 80ern, 90ern und von heute“ verspricht und doch weitestgehend nur austauschbare Mainstream-Soße über seinen Hörern ausschüttet, nahezu stündlich gespielt wird. „Say Hello, Wave Goodbye“ erschien auf dem Soft Cell-Debütalbum.

Was, wird sich der aufgeschlossene Leser dieses kleinen Blogs fragen, hat dieser Song mit der blau-weißen Hertha zu tun?

War nicht alles schlecht. 2. Liga.

Der insbesondere zwischen Ostsee und Erzgebirge oft zu vernehmende Klassiker „War nicht alles schlecht“ zielt ab auf die Befindlichkeiten und das Leben in der vor mehr als 20 Jahren unwiderruflich in den insolventen Tabellenkeller der Geschichte verabschiedeten Deutschen Demokratischen Republik.

Während die DDR ein Wimpernschlag der Geschichte blieb und nicht vermochte, aus Ruinen aufzustehen und sich schließlich per Beitritt zum Klassenfeind selbst abschaffte, gelang es Hertha BSC, die Verbannung ins Unterhaus der Bundesliga zu beenden und die sofortige Rückkehr in die 1. Liga zu feiern.

Radkappe, Felge. Der Meister aus der Autowerkstatt.

Man erinnert sich doch gerne, an die guten alten Fernsehzeiten, in denen der Sender MTV seine willige Klientel mit der Autoaufmotzshow „Pimp my ride“ vor die Glotze lockte. Konzept der Sendung: Oberschrottreife Karren, für die man, würde man sie hierzulande noch als „Auto“ bezeichnen, wohl sofort ins Gefängnis käme, erhielten von MTV das ultimative und kostenlose Tuningprogramm der Autoschrauberprofis von West Coast Customs. Mittendrin US-Rapper Xzibit, der in der Sendung süffisant die Vorher-/Nachher-Momente inszenierte. Und natürlich wir als Zuschauer, die sich jedes Mal am Ende verwundert die Augen rieben und mit der Frage zurück blieben: Wer war denn nun eigentlich hier das Wrack: Auto oder Besitzer?