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Prosit, Klassenerhalt!

Zum Abschluss gab’s dann doch noch mal ein sattes Ding – 0:4-Heimklatsche gegen den BVB. Grenzen in nahezu allen Bereichen aufgezeigt bekommen, zweitschlechteste Rückrundenmannschaft in der Saison 2013/14, spielerisches Auftreten wie ein gefühlter Absteiger. Aber Danke, liebe Hinrunde, im Nachhinein hätten die 28 Punkte mit Platz 15 auch so schon zum sicheren Klassenerhalt gereicht. Die mageren Pünktchen aus der Rückrunde führten immerhin dazu, dass Hertha BSC in dieser Saison nicht ein einziges Mal ernsthaft etwas mit dem Abstieg zu tun hatte. So bleibt als nüchternes Fazit: Saisonziel erreicht – Prosit, Klassenerhalt!

Wiederentdeckung von Primärtugenden

Absoluter Wahnsinn! Anders kann das Saisonfazit 2012/13 für Hertha BSC wohl nicht ausfallen. Was nach einem leicht holprigen Saisoneinstieg folgte, war eine tadellose Zweitligasaison, in der sich das Team – vom Trainer in weiser Voraussicht als „ab Oktober 2012 schwer zu besiegen“ auch rechtzeitig angekündigt –, wie das berühmte heiße Messer durch die Butter, will sagen, durch die Saisonspieltage schnitt. Fast ohne Krisen also. Im Gegenteil: Berliner Stadtmeisterschaft gegen Union Berlin (zurück)geholt, darunter ein grandioser Auswärtssieg in Köpenick. Erneut und frühzeitig (am 13. Spieltag) den direkten Wiederaufstieg in die erste Bundesliga geschafft, die Zweitligameisterschaft errungen und am letzten Spieltag mit einem Heimsieg oder wenigstens einem Unentschieden gegen Energie Cottbus einen neuen Punkterekord für die zweite Bundesliga anvisierend. Kaum auszudenken, ginge nun als Torschützenkönig auch noch Mittelfeldstar Ronny in die Saisonannalen ein. Da müssen wir uns vor Schreck alle mal ordentlich die Augen reiben. Ist das zu glauben? Hertha BSC, unser Verein, steht tatsächlich kurz davor – jedenfalls aus Sicht der jüngeren Zeitlinie – positive Einträge im Gästebuch der Geschichte zu hinterlassen. Will da noch ernsthaft jemand meckern, bei so vielen Rekorden, Superlativen und Positivem? Nein, nein: „Wenn einem so viel Gutes widerfährt – das ist schon einen Asbach Uralt wert“…

Offener Brief zum Abschluss der Saison 2011/12 von Hertha BSC

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Herthafans und Herthamitglieder,

wir befinden uns am Ende einer Saison, von der man wohl annehmen kann, dass sie in die Fußballgeschichte eingehen wird. Als frisch gebackener Aufsteiger aus der zweiten Liga, ist unser Verein Hertha BSC mit dem Saisonziel „Nichtabstieg“ gestartet. Nach der für einen Aufsteiger durchaus passablen Hinrunde mit 20 Punkten, gab es Ende 2011 mit der Trainerentlassung von Markus Babbel einen sichtbaren Bruch im Hertha-Saisonkontinuum. Was folgte, war eine der schlechtesten Hertha-Rückrunden aller Zeiten, mit weiteren zahlreichen Unruheherden: Erneute Trainerwechsel, Kritik am Management und Präsidium und einem unrühmlichen Relegationsfinale mit Verhandlungen am „grünen Tisch“. Mit derzeit zwar eher ungewissem Ausgang, wenngleich wir weiterhin das Schlimmste befürchten müssen. In jedem Fall klar ist, dass sich der Verein bzgl. seines  ausgegebenen Saisonszieles am Ende nicht mit Ruhm bekleckert haben wird. Um es vorsichtig zu formulieren.

Die neue Macht von der Spree

Siegestrunken und vor Freude taumelnd feiert der Herthafan die am vergangenen Wochenende zu Ende gegangene Negativserie von zwölf sieglosen Spielen und zuletzt sieben verlorenen Pflichtspielen in Folge. Das 1:0 gegen Werder Bremen, ein wahrer Balsam auf die wiederholt arg geschundene Herthaseele. Die Parallelen zur (gefühlt) erst kürzlich erlebten Abstiegssaison 2009/10 zu offensichtlich. Über das „wie“ dieses Sieges muss man nicht ernsthaft diskutieren, Hauptsache, erst mal den freien Fall stoppen. Und man muss schon feststellen: Es war vielleicht auch nicht der aller falscheste Zeitpunkt für einen Sieg. Aber, wir bei Schuss. Tor. Hinein! wären nicht wir, wenn wir jetzt einfach nur im allgemeinen Jubel mit schwimmen würden und zur Tagesordnung übergingen. Nein, wir sind wieder einer unglaublichen Story in Berlin auf der Spur – und erwarten 2012 bereits den nächsten großen Coup von Hertha BSC!

Danke, Herr Babbel

Bevor man das vergisst oder es möglicherweise zu spät ist, gilt es „Danke“ zu sagen. Danke, Markus Babbel.

Nicht für den Aufstieg. Den hätte auch meine Nachbarin, die vom Fußball so viel Ahnung hat wie Markus Babbel vom Klöppeln, hingekriegt. Na ja, wer weiß. Also – danke auch für den Aufstieg.Schon gar nicht „Danke“ für den bisherigen Saisonverlauf. Mal ganz ehrlich – das ist doch langweilig, oder?! Da wird im Mittelfeld der Liga rumgedümpelt. Bei aller Demut. Langweilig.