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Blick nach vorn

Relegationsspiel reloaded, Saison 2012/13:

Fortuna Düsseldorf, Tabellen-16. der 1. Liga trifft auf Hertha BSC, Drittplatzierter in der 2. Liga

Schiedsrichter Wolfgang Stark betritt von Bengaloträgern begleitet das Spielfeld, auf dem vorsorglich beide Elfmeterpunkte entfernt wurden.

Stark bemängelt fehlende Eckfahnen und Tornetze, pfeift dennoch unter dem Jubel der in ewiger Freundschaft verbundenen Fangruppen aus Düsseldorf und Berlin das Spiel an.

Offener Brief zum Abschluss der Saison 2011/12 von Hertha BSC

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Herthafans und Herthamitglieder,

wir befinden uns am Ende einer Saison, von der man wohl annehmen kann, dass sie in die Fußballgeschichte eingehen wird. Als frisch gebackener Aufsteiger aus der zweiten Liga, ist unser Verein Hertha BSC mit dem Saisonziel „Nichtabstieg“ gestartet. Nach der für einen Aufsteiger durchaus passablen Hinrunde mit 20 Punkten, gab es Ende 2011 mit der Trainerentlassung von Markus Babbel einen sichtbaren Bruch im Hertha-Saisonkontinuum. Was folgte, war eine der schlechtesten Hertha-Rückrunden aller Zeiten, mit weiteren zahlreichen Unruheherden: Erneute Trainerwechsel, Kritik am Management und Präsidium und einem unrühmlichen Relegationsfinale mit Verhandlungen am „grünen Tisch“. Mit derzeit zwar eher ungewissem Ausgang, wenngleich wir weiterhin das Schlimmste befürchten müssen. In jedem Fall klar ist, dass sich der Verein bzgl. seines  ausgegebenen Saisonszieles am Ende nicht mit Ruhm bekleckert haben wird. Um es vorsichtig zu formulieren.

Über Religion zur Relegation?

Samstag, 5. Mai 2012 und die Uhr tickt unaufhörlich in Richtung Anpfiff um 15.30 Uhr, im Berliner Olympiastadion: Hertha BSC gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Die Ausgangslage ist eindeutig: Heute hilft nur das Metaphysische, um das Unmögliche möglich zu machen, nämlich einen Sieg gegen die Hoffenheimer erringen und gleichzeitig darauf hoffen, das Bayern München beim 1. FC Köln nicht verliert. Nur das wahrt überhaupt eine Minimalchance, das Thema „1. Bundesliga“ über zwei zusätzliche Relegationsspiele mindestens noch zehn weitere Tage lang im Blick halten zu können. Aus Berliner Sicht kann man hierbei wieder mal nur hoffen. Hoffen, dass der sogenannte Fußballgott über dem Olympiastadion inzwischen wieder bessere Laune hat und hilft, dem bisher seelenlosen Treiben sogenannter Herthaspieler ein Ende zu setzen. Und ja, hoffentlich dazu beiträgt, den vielen willigen Hertha-Fans endlich das zu geben, wonach ihnen schon so lange gelüstet: Eine willensstarke, kämpferische und bewegungsfreudige Berliner Mannschaft! Wir von Schuss. Tor. Hinein! wünschen gutes Gelingen und drücken alle verfügbaren Daumen. Und machen uns jetzt auf den Weg, zu einem denkwürdigem Spiel an einem vermutlich mal wieder denkwürdigen Tag.

HA-HO-HE, Hertha BSC!

UPDATE, 21:52 UHR: Danke, Fußballgott – für weitere Hoffnung!